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Schneefeuerball von Reinhard Schultze
Schneefeuerball von Reinhard Schultze

Einladung zur Lesung aus „Schneefeuerball“ bei Löwenherz

Die Lesung bei Löwenherz wird uns mit Leon und Lukas bekannt machen – und so mit einem spannenden und zeitgemäßen Unterhaltungsroman!
Dabei ist das Buch noch viel mehr als das:
Denn wer mag, darf im „Schneefeuerball“ auch einen frechen Kultur-Roman sehen; seine Seiten sind mit Anspielungen auf die Welt der Kunst, Literatur und Geschichte reich gespickt.
Passend zum Ort der Buch-Premiere ist es ein Alpen- und Wien-Roman:
Gleich am Anfang lernen sich der deutsche Leon und der Österreicher Lukas in dem Bergdorf Zell am See kennen – bald purzeln sie auf der Suche nach Leons Skistock durch den Pulverschnee.
Schneefeuerball von Reinhard Schultze
Schneefeuerball von Reinhard Schultze

Diese Seiten erinnern uns an den Spaß einer Schneeballschlacht – und an den Beginn eines anderen bekannten Bergabenteuers: jenes des jungen Hans Castorp, der nach Davos reist, ohne zu ahnen, was ihm bevorsteht – in Thomas Manns „Zauberberg“.

Natürlich müssen wir auch an jene beiden hinreißenden  `Mountain Cowboys´ denken, die uns schon auf der Kinoleinwand zu Tränen gerührt haben:Denn da war doch ihr leidenschaftlicher Bergsommer – auf dem „Brokeback Mountain“ …

Last but not least entführt uns der „Schneefeuerball“ in das romantische Salzburger Land. Das einzigartige Panorama macht es uns schwer, die Bilder vom hübschen, naturverbundenen Lukas im Schnee zu vergessen … Wie er, dieser Mister Charme, haben natürlich auch wir eine Schwäche für Kaiserschmarrn mit recht viel Puderzucker obendrauf – und so schwingt auch ein Hauch von Winterurlaub und „Sound of Music“ durch die Seiten …

Wien-Kapitel entfachen ein wahres Feuerwerk

Aber Leon und Lukas stromern nicht nur auf den Fußstapfen bekannter Pfade – schon bald erleben sie ihre eigene, ganz einzigartige Geschichte. Zumal die Wien-Kapitel sind es, die dann ein wahres Feuerwerk entfachen:

Denn hier geht es um so ziemlich alles, weshalb Wien schon immer eine Reise wert war. Wir sehen ein Stück des legendären Burgtheaters und erleben die berühmte Kunst dieser geschichtsträchtigen Metropole; und wenn Lukas und Leon abends in einem typischen gemütlichen Wiener Lokal ein Backhendl essen, läuft auch uns schnell das Wasser im Munde zusammen. Leons weiß natürlich, wie aus einem Abendessen etwas Unvergessliches wird: Sobald er beim Tischgespräch in Fahrt kommt, erfährt nicht nur der junge Lukas höchst Überraschendes. Da gibt es beispielsweise Maler der Renaissance – Namen, die wir alle kennen. Und just die berühmtesten unter ihnen besaßen offenbar eine Vorliebe für gutgebaute junge Männer – die sie dann natürlich malten … Bilder, die wir alle noch heute in den großen Museen der Welt bewundern! Es war also wohl immer schon nicht viel anders als bereits zu Zeiten der alten Griechen, als der Bildhauer Pygmalion seinem schönsten Werk Galatea mit Hilfe der Götter echtes Leben einhauchte … und Wien wäre nicht Wien, würde diese Stadt nicht wissen, wie sich mit den beiden attraktiven Männern hier am Tisch aus jener alten Sage ein fulminantes Revival schnitzen lässt.

So sind es die für Wien unverkennbaren Themen, an denen auch unsere Protagonisten Lukas und Leon an ihrem Wochenende nicht vorbei kommen – und die nun auch uns in ihren Bann schlagen:

Da sind die Maskeraden und Das-Sich-Neu-Erfinden:

Denn was wäre, wenn wir einfach einmal träumen – und in diesen Träumen über das hinauswachsen, das unserem Leben die Grenzen setzt?

Und wo ließe sich besser träumen wenn nicht hier und heute, in Wien – in der Stadt von Freud?

Unsere beiden Helden kommen so bald auf den Geschmack und ihr Experimentieren mit dem eigenen Ich wird zur Droge – ein immer waghalsigeres Spiel beginnt. Denn wenn der Kosmos zu groß ist, als dass wir ihn mit unserem Verstand erfassen können – halten wir dann nicht einen Freibrief in Händen, zum Sternenreiter zu werden – sofern wir nur wollen?

In Leons erfundenen Figuren erkennen sich beide wieder, aber bei der Frage „Wer ist wer“ fangen die Grenzen bald an zu verschwimmen … und spätestens nun können auch wir nicht mehr aufhören zu lesen …

Weitere Infos: Veranstaltungshinweis mit Infos

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Über Reinhard Schultze

Reinhard Schultze
Reinhard Schultze wurde in Aachen geboren und wuchs im Rheinland und in Genf (französische Schweiz) auf. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Auslandsaufenthalten unter anderem in New York und Abschluss seiner Promotion arbeitete er als Anwalt und Justiziar einer Landesfilmförderung in Potsdam-Babelsberg, bevor er 2000 nach München wechselte, wo er seither lebt und arbeitet. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen (Product Placement im Spielfilm, C.H. Beck) ist dies sein literarisches Debut.Reinhard Schultze – ein seit Kindestagen leidenschaftlicher Reisender, Leser und Theaterfan – sieht sein Erstlingswerk ganz in der Tradition jener Universalromane, die Gesellschaftliches, Politisches und Geschichtliches miteinander verweben, um auf diesem Boden dann die individuelle Geschichte ihrer Helden zu erzählen. Zu seinen Vorbildern gehören neben deutschen Autoren wie Thomas Mann viele amerikanische Schriftsteller wie Michael Cunningham und Annie Proulx, in deren Werken auch die gleichgeschlechtliche Liebe und die sich hierzu wandelnde Sicht wiederholt Thema sind.

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