Felix Demant-Eue

Als Schauspieler habe ich angefangen. Beim Film wird man meisten sehr früh abgeholt und dann heißt es warten, warten. Ich saß aber nicht in der Kantine rum, sondern hab´ im Studio brav in der Ecke gehockt und bei den Dreharbeiten zu geschaut, die Kollegen bei der Arbeit beobachtet. Irgendwann konnte ich als Regieassistent einspringen. Ich blieb dabei. Später bekam ich die Möglichkeit, Kommentare und auch Drehbücher fürs Fernsehen zu schreiben. In den letzten Jahren in Deutschland führte ich Regie und mehr und mehr verlegte ich mich auch aufs Schreiben. Denn viele Drehbücher, die ich erhielt, fand ich unzureichend. Also hab´ich sie verbessert, schießlich gleich meine Drehbücher selbst geschrieben. Vor etlichen Jahren, ich dachte, da ich oft schreckliche Magenkrämpfe hatte,ich sei sterbenskrank. (Also bitte, ich bin kein Hypochonder!) Und zum Arzt hab´ich nicht nicht getraut. (Ich bin auch kein Feigling!) Denn was tue ich, wenn der sagt „Sie machen es nicht mehr lang“. Da bin ich lieber ganz schnell auf die Kanaren ausgewandert. Und von da an hatte ich auch keine Magekrämpfe mehr. Hier lebe ich nun mit einem Freund, zwei Hunden, einem Kater und einer Schildkröte.
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Ich bin aus dem Osten. Ein Hallenser (kein Hallunke). 1937 erblickte ich dort, so wurde mir stets gesagt und das wurde auch von Amtswegen dokumentiert, das Licht der Welt. Ich selbst hab´ keine Erinnerung daran.
Dann musste ich zur Schule. Hat mir keinen Spaß gemacht. Vor allem nicht das Naturwissenschaftliche Gymnasium. Ich wollte Kunst machen, Maler hoffte ich zu werden. Ich war nicht scharf darauf Schmetterlinge zu bestimmen, oder chemische Formeln zu analysieren. So ging ich dann alsbald in die Großstadt. Nach Köln. Gammelte in Künstlerkreisen herum. Wurde durch Zufall Schauspieler. Das war prima. Hatte Kontakt zu Schriftstellern, Musikern und Regisseuren.
Assistierte am Theater und bei Fernsehspielen, führte schließlich selbst Regie. Ich schrieb Drehbücher und diverse Kommentare. Als ich nervliche Probleme bekam, verfiel ich auf die Idee, dem hektischen Treiben den Rücken zu kehren. So verschenkte ich all mein Hab und Gut und ging mit Rucksack und Schlafsack auf die Kanaren. Dort lebe ich jetzt seit fünfzehn Jahren.

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